Fakarava / Französisch Polynesien

Fakarava ist ein Atoll im Tuamotu-Archipel 490 km nordöstlich von Tahiti gelegen. Die Lagune ist mit 1.153 qkm eine der grössten in Polynesien, die Landfläche beträgt dagegen nur etwa 16 qkm. Das Atoll hat ca. 800 Einwohner. Hauptort ist Rotoava. Fakarava hat durch die UNESCO den Status eines Biosphärenreservates erhalten.

So, und das hat man davon, wenn man über die Südsee schimpft! Eine gnadenlose Hitze gleich heut morgen, bei der Ankunft in Fakarava.

Das Versorgungsschiff die Aranui 5 lagt auch vor der Insel. Sie ist eine neue, speziell konstruierte Mischung aus einem Kreuzfahrt- und Frachtschiff, das zwischen Tahiti und den Marquesas Inseln verkehrt. 

Gleich am Anleger wurden wir von fröhlich  singenden und musizierenden Bewohner der Insel begrüsst.

Eine schöne, kleine überschaubare Insel.

Wir machten uns mal auf Entdeckungstour.

…und immer wieder ein Blick zwischen den Häuschen durch aufs Meer.

Nanu, was schwimmt da so still und heimlich durchs Meer? Mitten durch die Badenden!

 

Diese Kirche hat durch ihre Einfachheit etwas besonderes ausgestrahlt. Die Decke voll mit Lampen aus Muscheln.

Alle kommen mit dem Fahrrad zur Kirche.

Wenn es soooo heiß ist, dann ist das die richtige Erfrischung.

Und hier hab ich sie zum Ersten mal gesehen, die schwarze Tahitiperle. Dieser Mann lebt schon 25 Jahre hier. Mit seiner polynesischen Frau betreibt er eine kleine Muschelzucht.

So, dann gehts morgen weiter nach Tahiti, mal sehen ob es da auch so heiß ist.

Südsee

So kann Südsee auch sein!!!! Man glaubt es einfach nicht….Südsee…blauer Himmel…Sonne….so hat man das im Kopf….und jetzt das!!

 

Immer wieder zogen Gewitter mit Starkregen durch.

Kaum war eins vorbei kam das nächste!

Und dazwischen sah es dann so aus!!!! Aber alles bei 27 Grad Wärme

Als Entschädigung gab es dann Abends ein tolles Buffet

Adamstown / Pitcairn

Die wenigen Bewohner der britischen Zwergkolonie Pitcairn Islands sind Nachfahren von acht Meuterern der „Bounty“ und ihrer tahitianischen Frauen. Nach Meuterei und Übernahme des Schiffs am 28. April 1789 ließen sich die acht britischen Seemänner unter Christians Führung zusammen mit 18 polynesischen Männern und Frauen auf Pitcairn nieder. 

Elf Jahre später blieb als einziger erwachsener Mann der ehemalige Matrose John Adams übrig, zusammen mit zehn Polynesierinnen und 23 Kindern, nachdem sich die anderen alle gegenseitig umgebracht hatten. Er gab dem Dorf den Namen Adamstown und hinterließ den Insulanern die Schiffsbibel der „Bounty“. Die „Hauptstadt“ ist nach wie vor die einzige Siedlung. 

Pitcairn ist eine der einsamsten Inseln und die isolierteste Lebensgemeinschaft im Südpazifik. Die Insel im Ozean, (5 qkm) ist die einzige bewohnte Insel, der Pitcairn Islands Group, zu der auch Henderson, Ducie und Oeno gehören. Im Laufe der Jahre ging die Bevölkerungszahl ständig zurück, heute zählt die Insel noch etwa 50 Einwohner. Die Hauptbeschäftigung ist die Landwirtschaft, und das Fischen. Vier mal im Jahr kommt ein Schiff aus Neuseeland und liefert alles mögliche was die Inselbewohner noch zum Leben brauchen.

 

Das wilde, bedrohlich aufragende Vulkangestein von Pitcairn ist von Klippen und schäumenden Wogen mit gefährlichen Unterströmungen umgeben, sodass ein größeres Schiff gar nicht anlegen kann. Der Liegeplatz die Bounty Bay ist fast nicht mit unseren Tenderbooten zu erreichen weil man direkt durch die Brandung fahren muss. Diese Hindernisse waren sicherlich der Grund, weshalb der Meuterer Fletcher Christian mit seinen Gefolgsleuten gerade hier an Land ging. Wir wussten schon im voraus dass die Chance 1/10 war daß wir rüber kommen.

Hier ist alles sehr, sehr steil, um in den einzigen Ort Adamstown zu kommen muss man gleich eine 17%ige Steigung überwinden. Wir, mussten es leider nicht, wir gehörten tatsachlich zu diesen, dehnen es nicht möglich war, auf die Insel zu kommen. Aber man kann nicht alles wollen. Es war trotzdem schön die Insel einfach vom Schiff aus auf sich wirken zu lassen.

 

Wenn wir nicht zu Einwohnern kamen dann sind sie eben zu uns gekommen! Als erstes musste die Behörde kommen, auch hier am Ende der Welt musste ein Schiff freigegeben werden.

Erst da haben wir gesehen, wie schwierig es ist, bei diesen Wellen, an unserer Aussentreppe festzumachen.

Immer wieder ein neuer Versuch, und das Boot wurde einige Meter hoch und runter geworfen, bis es dann der Polizist mit einem mutigen Sprung schaffte.

Mit diesen Aluminium Langbooten kommt man besser durch die Brandung, aber am Schiff ist es genauso schwierig. Das Schiff wurde dann auch schnell freigegeben, was nicht hieß dass wir rüber kamen. Also genossen wir die Insel von weitem!

Und später besuchten uns dann noch einige Bewohner von Pitcairn, um uns ihre Souvenirs anzubieten. Was dann noch abenteuerlicher wurde. Das es in der Zwischenzeit einfach nicht mehr ging an der Aussentreppe festzumachen, sind sie an Strickleitern mit ihren Waren aufs Schiff geklettert. 

Sie brachten auch gleich noch ne Ladung Bananen mit

Dieser junge Mann ist auf Pitcairn geboren und geblieben. Die Kinder besuchen bis 12 Jahre die Inselschule und gehen dann nach Neuseeland, zur Ausbildung. Von dort kommen die wenigsten wieder zurück.

 

Die meisten Inselbewohner sind geschickte Kunsthandwerker. Schnitzereien aus dem Holz des Indischen Tulpenbaumes

Und es ging genauso abenteuerlich wieder runter vom Schiff. Mit viel klatschen und winken verabschiedeten wir uns von unseren Gästen, die natürlich auch vom Schiff ein Geschenk bekamen. Wein, Bier und Schnaps für ihr Fest morgen, zum Gedenken an den Untergang von der Bounty. Es war eine richtig tolle Begegnung.

Unser Kaptiän umrundete noch einmal die Insel und verabschiedete sich mit einem lauten Hupen.

Auch wir bekommen noch einen ganz tollen Abschied vom Himmel!!

Übrigens wer jetzt Lust bekommen hat hierher auszuwandern…..die freuen sich über jeden!!!

Hangaroa / Osterinsel / Chile (2.Tag)

WIR HATTEN SOOOO VIEL GLÜCK, wir durften nochmal auf die Insel!!!!!

Heute ging es in den Südwesten zum Vulkan ….

Der Blick in den 1,6 km breiten und 200 m tiefen Vulkanschlund ist überwältigend. Man entdeckt hier Dutzende von kleinen grauen und blauen, mit Binsen gesäumten Seen.

Überall liegen Steine herum mit Zeichnungen drauf, und mit etwas Phantasie erkennt man auch das eine oder andere.

….und weiter geht es zur zeremonielle Stätte Orongo einer Wettkampfstätte, auf einen schwindelerregenden  Abhang.

Und genau hier hinunter mussten die Teilnehmer des Wettbewerbs.  Bei diesem Wettkampf musste ein Vertreter jeden Stammes schwimmend ein Vogelei von der Nachbarinsel Motu Nui ergattern und seinem Häuptling bringen. Der Häuptling des Siegerstammes erhielt für ein Jahr den Titel „Vogelmann“ und die Macht über die übrigen Stämme. Übrigens gibt es dazu einen empfehlenswerten Film mit dem Titel  „Rapa Nui“

Hier wurden 52 Häuser aus Steinplatten gebaut, um während des Wettbewerbs der Tangata-Manu (Vogelmann) Unterkunft zu bieten.

 

Unser letztes Ziel Ahu Tahai. Hier der einzige Moai dem seine Augen wieder eingesetzt wurden.

Unsere White Lady erwartet uns, wir nehmen Abschied und sind so dankbar dass wir das Glück hatten in eine ganz fremde Kultur einzutauchen.

Zwei Seetage und dann wollen wir mal sehen ob uns die nächste Insel Pitcairn auch willkommen heißt. Die hat nämlich das gleiche Problem, kein Riff, und so rauschen die Wellen ungebremst in den winzigen Hafen.

Zur Info, wir sind in der Südsee und manchmal ist die Verbindung zum Satellit sehr schwach oder mal auch nicht vorhanden, dazu sind wir im Moment 8 Stunden hinterher. Also wenn zwischendurch nix kommt wir sind halt ein bisschen weit weg!!!! 9917sm

Hangaroa / Osterinsel / Chile (1. Tag)

Kein Ort auf der Welt gleicht der Osterinsel. Mit einer faszinierenden Geschichte, der fesselnden Kultur und der märchenhaften Landschaft wirkt dieses Fleckchen Erde, als sei es von einem anderen Planeten herabgefallen. Die Ureinwohner , Rapanui genannt, bezeichnen ihre Heimat in der polynesischen Muttersprache als Rapa Nui „grosser weisser Fleck“. Das ferne Pünktchen im Pazifik ist rund 3700 km vom Kontinent entfernt, und ca. 2000 km von der nächsten Insel entfernt. Die Osterinsel mit ihren nur 5000 Menschen ist damit einer der abgelegensten bewohnten Orte der Erde.

Plötzlich, nach vier Tagen auf See taucht die Osterinsel auf. Seit 1995 ist die Osterinsel als Nationalpark Rapa Nui Teil des UNESCO – Weltkulturerbes.

Hanga Roa (ca.3791 Einwohner) gilt als die einzige „eigentliche“ Ortschaft der Osterinsel. Der Ort liegt an der südlichen Westküste des Eilands zwischen den erloschenen Vulkanen Rano Kao und Rano Raraku.

Das Wetter trägt zur besonderen Atmosphäre bei: Fast ununterbrochen heult der Wind, und auf Sonnenschein können innerhalb weniger Minuten dicke Wolken folgen und es regnet….. und alles passiert in Windeseile. Ja, und so kamen wir an, und lagen auf Reede und der Hafen war geschlossen. Das war natürlich bei Allen eine sehr große Enttäuschung, weil wir genau wussten bei dem Seegang ist Tendern ein Risiko. Es gab schon Kreuzfahrtschiffe die konnten nur einmal um die Insel fahren und das war’s. Ist schon blöd wenn man die Insel vor der Nase hat und nicht rüber kann. Aber, mit drei stündiger Verspätung, die erlösende Nachricht……wir dürfen…der Hafen ist frei gegeben. Also nix wie los!!!! Wir wollten zu zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

wir fahren entlang der Südküste und gelangen zum erloschenen Vulkan Rano Raraku…….

….der sich aus einer grasbewachsenen Ebene erhebt. Und hier sehen wir sie dann auch!!!

Die Moai, riesige Steinstatuen. Aus dem porösen Tuffstein vom erloschenen Vulkan Ranu Raraku wurden fast alle Moai Statuen hergestellt. Man vermutet , dass die Moai zwischen dem 11. und 17. Jh. mit einfachstem Obsidianwerkzeug gemeißelt wurde. Noch heute rätselt man über den Zweck der Statuen. In der ersten Hälfte des 20. Jh. gab es mehrere Forschungsexpeditionen hierher. Unter anderem war auch der Deutsche Thomas Bartel von der Eberhard-Karls- Universität Tübingen, der die wesentlichen Ansätze zur Entschlüsselung der Schriften fand. Thor Heyerdahl hielt sich von 1955 bis 1956 hier auf und führte Ausgrabungen durch und richtete den ersten Moai wieder auf.

Sehr beeindruckt verliessen wir diesen außergewöhnlichen Platz. 

Wunderschöne Landschaft …immer wieder….alles sehr grün.

Und das gibt’s hier auch, damit die (Oster)Eier nicht ausgehen!

 

….und es ging weiter in die Hotuiti-Bucht, zum Ahu Tongariki, dem grössten restaurierten Platz auf der Osterinsel

Die beeindruckende Plattform (Ahu) und 15 wiederaufgerichtete Moais. Durch einen Tsunami 1960 zerstört, wurde die Anlage 1992-1995 von Mitarbeitern der chilenischen Universität restauriert.

Viel könnten sie erzählen, doch ihre steinernen Münder bleiben stumm. Ihre Augen haben die Zeiten gesehen in dehnen fröhliche Menschen unbeschwert zu ihren Füssen tanzten, als das Leben auf der kleinen Insel wie ein heiteres Spiel war. Und jeder Tag ein Geschenk. Die steinernen Riesen kennen die Geschichte zu ihrer Insel, eine vom kulturellen Aufstieg und von Stammesfeeten, Umweltzerstörung, Gewalt und Sklaverei bis hin zum Verfall. ( Zitat aus einer Info zur Osterinsel)

Mal sehen, ob wir morgen nochmal das Glück haben die Insel zu betreten????

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