Die wenigen Bewohner der britischen Zwergkolonie Pitcairn Islands sind Nachfahren von acht Meuterern der „Bounty“ und ihrer tahitianischen Frauen. Nach Meuterei und Übernahme des Schiffs am 28. April 1789 ließen sich die acht britischen Seemänner unter Christians Führung zusammen mit 18 polynesischen Männern und Frauen auf Pitcairn nieder. 

Elf Jahre später blieb als einziger erwachsener Mann der ehemalige Matrose John Adams übrig, zusammen mit zehn Polynesierinnen und 23 Kindern, nachdem sich die anderen alle gegenseitig umgebracht hatten. Er gab dem Dorf den Namen Adamstown und hinterließ den Insulanern die Schiffsbibel der „Bounty“. Die „Hauptstadt“ ist nach wie vor die einzige Siedlung. 

Pitcairn ist eine der einsamsten Inseln und die isolierteste Lebensgemeinschaft im Südpazifik. Die Insel im Ozean, (5 qkm) ist die einzige bewohnte Insel, der Pitcairn Islands Group, zu der auch Henderson, Ducie und Oeno gehören. Im Laufe der Jahre ging die Bevölkerungszahl ständig zurück, heute zählt die Insel noch etwa 50 Einwohner. Die Hauptbeschäftigung ist die Landwirtsaft, und das Fischen. Vier mal im Jahr kommt ein Schiff aus Neuseeland und liefert alles mögliche was die Inselbewohner noch zum Leben brauchen.

 

Das wilde, bedrohlich aufragende Vulkangestein von Pitcairn ist von Klippen und schäumenden Wogen mit gefährlichen Unterströmungen umgeben, sodass ein größeres Schiff gar nicht anlegen kann. Der Liegeplatz die Bounty Bay ist fast nicht mit unseren Tenderbooten zu erreichen weil man direkt durch die Brandung fahren muss. Diese Hindernisse waren sicherlich der Grund, weshalb der Meuterer Fletcher Christian mit seinen Gefolgsleuten gerade hier an Land ging. Wir wussten schon im voraus dass die Chance 1/10 war daß wir rüber kommen.

Hier ist alles sehr, sehr steil, um in den einzigen Ort Adamstown zu kommen muss man gleich eine 17%ige Steigung überwinden. Wir, mussten es leider nicht, wir gehörten tatsachlich zu diesen, dehnen es nicht möglich war, auf die Insel zu kommen. Aber man kann nicht alles wollen. Es war trotzdem schön die Insel einfach vom Schiff aus auf sich wirken zu lassen.

 

Wenn wir nicht zu Einwohnern kamen dann sind sie eben zu uns gekommen! Als erstes musste die Behörde kommen, auch hier am Ende der Welt musste ein Schiff freigegeben werden.

Erst da haben wir gesehen, wie schwierig es ist, bei diesen Wellen, an unserer Aussentreppe festzumachen.

Immer wieder ein neuer Versuch, und das Boot wurde einige Meter hoch und runter geworfen, bis es dann der Polizist mit einem mutigen Sprung schaffte.

Mit diesen Aluminium Langbooten kommt man besser durch die Brandung, aber am Schiff ist es genauso schwierig. Das Schiff wurde dann auch schnell freigegeben, was nicht hieß dass wir rüber kamen. Also genossen wir die Insel von weitem!

Und später besuchten uns dann noch einige Bewohner von Pitcairn, um uns ihre Souvenirs anzubieten. Was dann noch abenteuerlicher wurde. Das es in der Zwischenzeit einfach nicht mehr ging an der Aussentreppe festzumachen, sind sie an Strickleitern mit ihren Waren aufs Schiff geklettert. 

Sie brachten auch gleich noch ne Ladung Bananen mit

Dieser junge Mann ist auf Pitcairn geboren und geblieben. Die Kinder besuchen bis 12 Jahre die Inselschule und gehen dann nach Neuseeland, zur Ausbildung. Von dort kommen die wenigsten wieder zurück.

 

Die meisten Inselbewohner sind geschickte Kunsthandwerker. Schnitzereien aus dem Holz des Indischen Tulpenbaumes

Und es ging genauso abenteuerlich wieder runter vom Schiff. Mit viel klatschen und winken verabschiedeten wir uns von unseren Gästen, die natürlich auch vom Schiff ein Geschenk bekamen. Wein, Bier und Schnaps für ihr Fest morgen, zum Gedenken an den Untergang von der Bounty. Es war eine richtig tolle Begegnung.

Unser Kaptiän umrundete noch einmal die Insel und verabschiedete sich mit einem lauten Hupen.

Auch wir bekommen noch einen ganz tollen Abschied vom Himmel!!

Übrigens wer jetzt Lust bekommen hat hierher auszuwandern…..die freuen sich über jeden!!!

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